Karotten Kosambari

von zugut
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Es gab Zeiten, da habe ich meine ganze indische Kochweisheit aus den youtube Videos des Channels „show me the curry“ geholt. Mit der Zeit hat mir da mal was gefehlt, dort war was zu verbrauchen und ich habe viele eigene Rezepte aus der Not entwickelt.

Wie genau ein Kosambari richtig gemacht wird und ob er Kosambari oder Kosambri oder Koshambari genannt wird kann ich nicht sagen. Dieser indische Karottensalat fehlt aber bei keinem Familienessen, bei keinem „indischen Wahnsinn“ und wird (sans Chilies) auch gerne von (meinen) Kindern gegessen.

Karotten Kosambari

Die Zutaten, die man für Kosambari braucht sind vielseitig verwendbar. Habt keine Angst sie zu besorgen. Insbesondere die SenfkörnerAsafoetida-Curryblätter-Mischung wird sehr oft zum Würzen verwendet (auch in meinem Kichererbsenraita, Rezept folgt bald). Urid Dal ist etwas, was ich persönlich nicht so oft verwende, aber ich habe mir fest vorgenommen mal ein Dal mit Urid Dal test zu kochen. Chana Dal sind eigentlich Kichererbsen(hälften), die können für allerlei verwendet werden (Humus, Curries…).

Zu den Curryblättern ist noch folgendes zu sagen: sie sind nicht so leicht zu bekommen, machen aber geschmacklich ganz viel aus. In Wien findet man sie beim Prosi bzw. bei größeren Asia-Supermärkten und natürlich am Naschmarkt. Ich kaufe sie nur 2 Mal im Jahr – mit einer Packung kommt man ewig aus – und friere sie ein. Dies macht sie sehr lange haltbar und sie verlieren kaum an Geschmack. Nicht so die getrockneten Curryblätter, sie schmecken nach nicht viel – macht einen großen Bogen um sie!

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Karotten Kosambari

Zubereitungszeit15 mins
Durchziehen2 hrs
Gesamtzeit2 hrs 15 mins
Portionen: 4

Zutaten

  • 500 g Karotten fein geraspelt
  • 1-2 Zitronen (Saft)
  • 2 EL Öl
  • 1 EL Chana Dal
  • 1 EL Urid Dal
  • 1 EL chwarze/braune Senfkörner
  • 1 Messerspitze Asafoetida
  • 1 Handvoll Curryblätter Frisch oder gefroren – NICHT getrocknet
  • 1 grüne Chilli optional
  • Salz
  • eine Prise Zucker

Zubereitung

  • Karotten fein raspeln und gleich mit dem Zitronensaft einer Zitrone vermischen, damit sie ihre Farbe behalten.
  • In einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze das Öl erwärmen, Senfkörner hineingeben. Wenn sie anfangen zu platzen (und einen Saustall aus der Küche oder zumindest aus dem Herd zu machen) schnell Chana- und Urid Dal hineingeben, gefolgt von Asafoetida und Curryblätter und alles kurz anbraten.
  • Die noch brutzelnde Mischung über die Karotten geben, gut vermischen, abschmecken (noch mehr Zitrone?) und für mindestens 2 Stunden kaltstellen.
  • Wenn es mal schneller gehen muss, kann man auf die Kichererbsenhälften (Chana Dal) verzichten, weil sie recht lange brauchen von der „Aua, meine Plombe“- Konsistenz zu „angenehm-knackig“ zu wechseln.

Tipp:

Curryblätter sind natürlich essbar und müssen nicht aus dem Salat entfernt werden!
Schon nachgekocht?Lass es uns wissen und tagge @zugut.at oder #vielzugutat. Wir freuen uns über jeden einzelnen Kommentar!

Bei uns in der Wohnung wächst übrigens auch ein kleines Currybäumchen. Ich hatte eine Babypflanze vor 5 Jahren irgendwie im Internet bestellt und sie von einem 3cm großen Zwerg zu einer stattlichen Pflanze aufgezogen. Ich traue mich nur nicht sie zu ernten…

3 Kommentare

Kichererbsenraita - zugut 13. Mai 2020 - 19:12

[…] die Kichererbsenraita-Tadka werden die gleichen Gewürze wie beim Kosambari verwendet: Senfkörner, Asafoetida, Curry Blätter. Diese sind für das südliche Indien […]

Antwort
Palak Paneer - zugut 14. Mai 2020 - 18:13

[…] werden. Bei unseren indischen Tafeln gibt es immer mehrere Speisen: ein Salat darf nie fehlen, Karotten Kosambari hat sich da etabliert. Ab und zu bereite ich eine Raita zu. Lange Zeit war Spinatraita (mit viel […]

Antwort
Veganes Dal Palak Spinatlinsencurry zubereiten - zugut 2. Juni 2020 - 8:19

[…] mit einer Art Tadka. Diese unterscheidet sich aber in diesem Fall in den Zutaten sehr von denen in Kosambari oder Kichererbsenraita. Hier werden Kreuzkümmelsamen* und eine ganze getrocknete Chilischote […]

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