Kartoffelpita

von zugut
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Pita, Pitica, Pitac. Ok, aus mit den Slavizismen. Den berühmten Burekspruch („Sve su pite pitice, samo je burek pitac“) schaffe ich leider nicht, so sehr ich es auch versuche, auf Deutsch zu übersetzen. Deswegen lasse ich euch eine andere Jugo-Weisheit da: in Bosnien, wo Burek im ehemaligen Jugoslawien seinen Ursprung hat, heisst nur Fleischburek Burek, alle anderen Burekarten heissen Pita. In Wien hat sich aber der Name Burek (oder Türkisch Börek) für alle Pitas etabliert. Now you know.

In Wien kriegt man, dank Zeljo, Vucko und co, hervoragenden Burek, aber man kann ihn auch sehr einfach und schnell selbst zubereiten. Ich rolle ihn diesmal in einer Springform, man kann aber die Form auswählen, die man gerne mag. Stäbchen, Schnecken, stapeln – alles geht.

Traditionellerweise ist Burek sehr fettig. Das Kinn hinunterlaufende Fett, wurde sogar schon mal besungen (wer es hören will Djordje Balasevic – „Al‘ se nekad dobro jelo“), ich bin aber gnädig und giesse das Öl nicht über die fertiggerollte Pita, sondern pinsele nur etwas davon drauf.

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Kartoffelpita

Zubereitungszeit20 mins
Kochzeit40 mins
Gesamtzeit1 hr
Portionen: 4

Zutaten

  • 8 Strudelteigblätter in der Regel 2 Packungen
  • 1000 g Mehlige oder vorwiegend Festkochende Kartoffeln
  • 200 g Zwiebeln
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 2 EL Öl

Zubereitung

  • Ofen auf 180 Grad ober-/Unterhitze vorheizen, eine Springform (meine hat 26cm Durchmesser) leicht mit Öl einpinseln.
  • Die Hälfte der Zwiebel in der Hälfte des Öls braun anbraten, die restlichen Zwiebeln und die geschälten Kartoffeln grob reiben. Alles mit Salz und Pfeffer gut verrühren.
  • Je ein Teigblatt auf ein Geachirrtuch legen, ein Achtl der Masse auf 2/3 des Blattes verteilen, zusammenrollen und schneckenartig in die Springform legen. Mit weiteren 8 Blättern gleich verfahren. Mit restlichem Öl bepinseln und für 40-45 Minuten an der mittleren Schiene backen. Sollte das Pita zu braun werden, einfach mit einem Stück Folie zudecken.
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Zum Burek dazu, der am Balkan gerne zum Frühstück oder nach dem Weggehen (weil die Bäckereien am Nachhauseweg schon offen haben) gegessen wird, wird klassischerweise Trinkjoghurt getrunken. Ein schnelles und einfaches Rezept findet ihr hier.

Ich muss noch an dieser Stelle Vera, meine liebe Bureklehrerin, erwähnen und anmerken, dass in ihrem Rezept die geraspelten Kartoffeln gewaschen werden. Dies kann gemacht werden, damit sie durch die oxidierende Stärke keine Farbe annehmen. Mir ist das nicht so wichtig und ich mag die püreeartige Konsistenz der ungewaschenen Kartoffeln. Auch habe ich die Zwiebelmenge reduziert (Original 1:1 mit den Kartoffeln) und die Hälfte angebraten und das Joghurt, um das Rezept vegan zu halten, ausgelassen.

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